Welpe oder erwachsener Chihuahua

Ein Erwachsener Chihuahua und zwei Welpen

Ein erwachsener Chihuahua ist nicht zweite Wahl!

Ein Welpe kostet häufig viel Zeit und Geduld, aber sicherlich auch Nerven und Anstrengungen, denn er muss noch viel lernen.
Hast du dich zur Anschaffung eines Chihuahua entschlossen, überlege dir, ob du einen Welpen oder einen erwachsenen Chihuahua aufnehmen willst.

Ein Welpe ist wie ein Rohdiamant, den du erst schleifen musst.

Dies kostet viel Zeit und Geduld, aber sicherlich auch Nerven und Anstrengungen.
Ein junger Hund verlangt ständige Zuwendung, anfangs sogar nachts.
Es dauert eine Weile bis der kleine Chi stubenrein ist.
Außerdem muss er sich an fremde Menschen. Tiere und einen normalen Alltag gewöhnen, und er muss erst lernen, alleine zu bleiben.
Zunächst benötigt ein Welpe drei- bis viermal am Tag Futter.
Mehrere kurze Spaziergänge sind für den, sich noch im Wachstum befindlichen, instabilen Bewegungsapparat des Hundekindes, auf den sich zu viel Belastung folgenschwer auswirken kann, sinnvoller als ein ganz langer.
Die Erziehung eines jungen Hundes sowie die eventuell etwas renitente Flegelphase werden dich voll und ganz fordern.
Andererseits lässt sich ein Welpe noch gut formen, er entwickelt sich also größtenteils genau zu dem, zu dem du ihn machst.

Dies gilt natürlich auch im negativen Sinne.

Hast du nicht von Anfang an eine klare Linie in deiner Erziehung, bekommst du bald einen aufsässigen, verzogenen Fratz, der dir im Erwachsenenalter schnell über den Kopf wächst.

Ein älterer Chihuahua verkörpert dagegen eine bereits ausgereifte Hundepersönlichkeit, mit der schon etwas mehr Ruhe einziehen kann.

Höchstwahrscheinlich ist eine erwachsener Chihuahua aus dem Gröbsten raus.
Er ist stubenrein, ist mit Halsband und Leine vertraut, kann ab und zu mal alleine bleiben und kennt mindestens die erzieherischen Grundkommandos wie Sitz. Platz. Hier und Pfui.
Vorausgesetzt er genoss bis zu diesem Zeitpunkt ein gutes Zuhause mit einer entsprechenden Prägung.
Kennst du allerdings nicht die vollständige Lebensgeschichte deine Chi, kaufst du möglicherweise die „Katze im Sack“.
Erst im alltäglichen Zusammenleben zeigen sich der genaue Charakter, eventuelle Macken und das Verhalten des Vierbeiners.

Mache dem neuen Familienmitglied seine untergeordnete Stellung im Hunderudel von Anfang an klar.

Eindeutige Regeln und Grenzen sind sehr wichtig für ein harmonisches Miteinander.
Hundeanfänger können mithilfe eines guten Hundetrainers gemeinsam mit ihrem Chihuahua lernen.

Mehre Hunde halten

Der Einzug eines  neuen Hundes kann zu Problemen mit eventuellen weiteren Haustieren führen.
Mit einem erwachsenen, voll ausgereiften Neuzugang können heftige Kämpfe um die Rudelposition ausbrechen.
Deshalb solltest du schon über eine gute Hunderfahrung verfügen, wenn du mehrere Hunde halten möchtest.

Gib deinem vierbeinigen Neuzugang viel Zeit für die Eingewöhnung.

Am besten nimmst du dir Urlaub, damit ihr euch erst einmal gegenseitig in Ruhe kennen lernen könnt.
Mache trotzdem nicht zu viel Aufhebens um dein neues Familienmitglied.
Lasse deinem Chi genug Freiraum, sein jetziges Zuhause selbst zu erkunden.
Zeige ihm andererseits vom ersten Tag an liebevoll, aber bestimmt, was er darf und was nicht.
Gönne deinem Chihuahua auch ausreichende Ruhephasen, schließlich sind die vielen neuen Eindrücke für ihn anstrengend und ermüdend.

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